Dienstfahrzeuge sind ein spannendes Thema. Nur selten findet man dazu etwas in den offiziellen Unterlagen -vielleicht weil sie ja nichts zum offiziellen Betrieb beitragen. Ab und zu „schummeln“ sich mal diese Sonderfahrzeuge als „Beiwerk“ auf Bilder – so wie hier bei dem Bau der Oberen Ruhrtalbahn in Bredelar – oder es findet sich dann doch eine Fußnote in irgendeiner Akte oder einem Bericht. Umso spannender ist es diese Informationen zusammenzutragen und daraus – soweit möglich – ein Bild zu formen…
Abb. 1: Im Berliner Architekturmuseum hat sich eine Serie von Fotografien mit Motiven der Bergisch-Märkischen Eisenbahn aus den 1870er Jahren erhalten. Das Bild zeigt den Bau des Bhf Bredelar im Jahr 1872. Die Lok des Bauzuges verdient dabei besondere Beachtung, handelt es sich doch um eine Lok, die noch aus dem Bestand der Aachen-Düsseldorf-Ruhrorter Eisenbahn stammte und nun – nach ihrer Ausmusterung – noch als Bauzuglok ihren Dienst tat. [Bild-Quelle: Architekturmuseum, TU Berlin, Inventarnummer: BZ-F 05,007, architekturmuseum.ub.tu-berlin.de]Weiterlesen
Diese Ansicht des Bahnhofs Olpe von ca. 1899 strahlt eine gewisse Beschaulichkeit aus: Zum einen warten Personenwagen auf ihren nächsten Einsatz und zum anderen steht eine T 3 auf dem Gleis zum Lokschuppen bzw. zu den Behandlungsanlagen. – Menschen oder Betrieb sind nicht erkennbar. Also vielleicht doch eher Mittagspause…
Das war mein erstes Bild aus der „Fotografen-Tour“. Damals dachte ich mir nichts dabei: O.k., ein Erinnerungsfoto inklusive „Das-bin-ich-Kreuzchen“. Aber dann …
Eine Besonderheit im Fahrzeugbestand der KED Elberfeld waren die zehn 4-Zylinder-Verbund-Lokomotiven der Bauart „de Glehn“ (- die späteren P 7). Sie sollten als „Gebirgs-Schnellzug-Lokomotiven“ auf den hügeligen Strecken im bergischen Raum eingesetzt werden. Allerdings waren sie in der Leistungsfähigkeit der kurz nach ihr gebauten P 6 unterlegen, so dass keine Nachbestellung erfolgte. Den spärlichen Informationen zufolge wechselte ihr Einsatzgebiet von dem höherwertigen Personenzugdienst (1898 bis ca. 1905) über den „normalen“ Personenzugdienst in der Region Remscheid – Elberfeld – Düsseldorf (ca. 1905 – 1912) zum Einsatz in der Region rund um Siegen (ca. 1912 bis zur Ausmusterung 1919).
O.k., damals gab es den CHIO noch nicht, der fand erst zum ersten Mal 1924 statt, aber rein theoretisch… wie wären die „edleren Pferde“ transportiert worden?
Tiertransporte gab es auf der Bahn ja grundsätzlich schon immer. Allerdings hat man schnell zwischen „Pferden“ und „Pferden“ unterschieden.
Die einen Pferde waren einfach nur „Vieh“, dementsprechend waren die Preise für den Transport:
Zwischen 1859 und 1861 nahm die Bergisch-Märkische Eisenbahn (BME) mit der Ruhr-Sieg-Strecke ihre dritte Hauptlinie in Betrieb. Mit ihr sollte das Eisenerz-Revier des Siegerlandes mit dem Ruhrkohlen-Bezirk verbunden werden. Einer der 16 Stationen der Strecke war die Haltestelle Werdohl. Ein bemerkenswertes Bild möchte ich hier besprechen – leider kann ich es hier nicht einstellen, da es mir nicht gehört. Also muss der Link reichen: ===>> Bitte, hier klicken! <<===
In Rittershausen war richtig was los! Insgesamt 134 Personen- und Gepäckwagen verteilten sich auf 11 Wagenzüge in 6 Turnussen, 6 Güterzuggepäckwagen und 59 Verstärkungswagen bzw. Wagen in Reparatur. Damit lag Rittershauen hinter Hagen (180 Wagen) auf Platz „2“ der mengenmäßig größten Wagenausstattung. Und da es auch eine Parallelaufstellung für den Lokomotivbestand gibt, ist auch bekannt, dass zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls 56 Dampfloks in Rittershausen stationiert waren. Also: In Rittershausen war schon richtig was los…
Die Gußstahlfabrik des Bochumer Vereins aus der Vogelschau. So – oder besser: so ähnlich – wird man sich den Bochumer Verein im Jahr 1874 vorstellen können. Denn sicher ist, dass der Zeichner Adolf Eltzner, die Realität etwas geschönt haben dürfte. Trotzdem: Die Verkehrsrealitäten wird man sich so vorstellen können. Das allgemeine Transportmittel waren Pferdekutschen, so wie sie im Vordergrund auf der Alleestraße zu sehen sind. Innerhalb des Werkes gab es ein ausgeprägtes Schmalspurnetz, auf dem „kleine Lokomotiven“ für den Transport der Werkstücke zwischen den Hallen sorgten. Im Hintergrund ist die Bahnstrecke der Rheinischen Eisenbahn zu sehen. Der Anschluss an die Bergisch-Märkische Eisenbahn dürfte knapp unter der rechten oberen Ecke gelegen haben. [Eltzner 1875]Weiterlesen
Der stattliche Zug 2-achsiger Personenwagen hat den Bahnhof Niedersessmar aus Richtung Dieringhausen auf der Fahrt nach Bergneustadt erreicht. Ein so langer Zug dürfte für die Strecke eher ungewöhnlich gewesen sein. Wahrscheinlich waren deswegen auch zwei Tenderloks der Gattung T 12 als Zugloks erforderlich.
Handelt es sich um den durchgehenden Personenzug von Soest über Hagen, Elberfeld, Düsseldorf und weiter nach Neuss? Man weiß es nicht, aber vieles spricht dafür… Sicher ist jedenfalls, dass hier eine damals neue P 4.1 mit einer vorgespannten Tenderlok im Bahnhof Gevelsberg zur Weiterfahrt nach Elberfeld bereit steht. Der Personenzug führt zwei Güterwagen wahrscheinlich als Gepäckwagen mit. [Ansichtskarte 1900]Weiterlesen